Geschichte · 23. Juli 2025

Ein halbes Jahr, ein Fallschirm: die Geschichte des Parachute Dress

Wie Lennart Wobig einen ausgemusterten Bundeswehr-Fallschirm in eine Couture-Robe verwandelte, ohne ein einziges Stück wegzuschneiden — und warum sie, in seinen Worten, ‚super fucking schwer‘ ist.

Parachute Dress — Model am Boden liegend, der Fallschirm kreisförmig ausgebreitet
Parachute Dress — Model am Boden liegend, der Fallschirm kreisförmig ausgebreitet

Rau, elegant, einzigartig — und super fucking schwer

„Dieses atemberaubende Kleid aus einem alten Bundeswehr-Fallschirm hat ein halbes Jahr gebraucht, bis es perfekt saß“, schreibt Lennart. „Es ist das schönste Stück, das ich je gemacht habe. Es ist GÖRE.“

Die Regel, die er sich gesetzt hat: Nichts wird weggeschnitten. Statt den Fallschirm als Meterware zu behandeln, wurde der komplette Schirm auf eine Schneiderpuppe drapiert und gesteckt — monatelang — bis er organisch eine Form fand. Der ganze Fallschirm steckt unversehrt im Kleid.

Die Farben kamen mit dem Material

Militärgrün, dezente Goldtöne und Beige, durchbrochen von roten Akzenten. Verstärkt werden sie durch die authentischen, verwitterten Markierungen des Schirms — von Ölflecken bis zu kleinen Rissen und Narben. Jede Unvollkommenheit erzählt von der Geschichte des Fallschirms und den Sprüngen, die er hinter sich hat. Einen Print musste niemand erfinden.

Zwanzig Meter Schnur, Dutzende Ösen

Ein Fallschirm ist schwer. Damit die Robe tragbar wird, wurden über 20 Meter Paracord eingearbeitet, die durch Dutzende sorgfältig gesetzte Ösen in ein Korsett-Schnürsystem laufen und das Gewicht gleichmäßig auf den Körper verteilen. Gefertigt für Größe 38, passt sie dank der verstellbaren Schnürung vorn und hinten vielen Körpern.

Die Clutch

Zum Look gehört eine übergroße Clutch aus einer originalen alten Landkarte von Bayern. Echtes Papier — gealtert, zart, voller Charakter. Archivmaterial als kühnes Accessoire.

Eines auf der Welt

Es gibt nur eines. Nie zu wiederholen. Das Kleid schloss die GÖRE x WANYA Show beim Transilvania Fashion Festival 2025 in Cluj-Napoca ab und lief erneut bei AVANTGARDISTA in München. Das 713 Magazine nannte es „Mode nicht als Fantasie, sondern als Konfrontation.“

Styling- oder Kaufanfragen: [email protected] · +49 174 1020796.

Erwähnte Stücke

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